LPG Gas im Einsatz

 Ja, jetzt kann ich berichten.

Beim Besuch des Caravansalon 2017 in Düsseldorf habe ich die SafeFill LPG Tankflasche gekauft und kann jetzt meinen ersten Erfahrungsbericht posten.

 

Im ersten Moment war ich über den Preis doch etwas geschockt. Habe mich aber nach Rücksprache mit meiner Frau und ausführlichem Beratungsgespräch doch hinreissen lassen das Messeangebot zu nutzen und einen 10 Kilo LPG Gas Tank Zylinder (gekauft. Messepreis 215 Euro inklusive der EU Fülladapter.

Im Carado- Forum gab es nach meinem Post über den Kauf diverse (teilweise sehr dumme) Kommentare. Aber wie es in manchen Foren so ist, gibt es halt immer wieder solche unqualifizierter Post der allwissenden.
Aber nun mal zu meinen ersten Erfahrungen. 

Bei der Messe sagte man mir, das ich in Deutschland die Flasche am besten in der Garage füllen soll, da ja das befüllen in Deutschland ja nur in den Gastanks ( Fest eigebaut und fest mit dem Fahrzeug verbunden) erlaubt ist.

Ich bin mit der leeren SafeFill Gastflasche zu Total Tankstelle an meinem Wohnort gefahren und habe mich vom Betreiber der Tankstelle bedienen lassen. Da ich noch nie LPG getankt (befüllt) habe. Er war so freundlich und hat mir beim ersten Tankvorgang geholfen und mir auch jeden Schritt erklärt. 

Step 1: Pistole anschliessen

Step 2: Ventil öffnen

Step 3 Füllvorgang starten (Knopf an der Zapfsäule drücken und gedrückt halten

Step 4: Nach dem abschalten des Füllvorgang Ventil zudrehen

Je nach Tagespreis spare ich bis zu 10 Euro pro Füllung, gegenüber eines ALU Gas Flaschentausch. Somit ist nach einigen Flanschender doch horrende Preis amortisiert.

Mit dieser Füllung sind wir dann 14 Tage unterwegs gewesen, bis die Duo Controller auf unsere Alugas Falsche umspringt, die wir als zweite Flasche mitführen. 

Die zweite Füllung war dann bei unserer Bretagne Tour fällig. Im Norden Frankreich sind die LPG Stationen nicht so oft verfügbar wie in Deutschland. Die Stationen bei SUPER U, Cora, CARREFOUR sind Sonntags nur für die gängigen Treibstoffe wie Super Plus, Diesel und Super geöffnet. Die LPG Säulen sind nicht mit Kartenbezahlung verfügbar. Somit mussten wir doch etwas suchen, bis wir eine geöffnete Tankstelle mit Kundenservice fanden.

Beim ersten Betanken in Frankreich musste ich dann auch den Frankreich Adapter aus meinem EU Set zugreifen. Und da muss ich feststellen, das man sich bevor man ins Ausland fährt, sich auch mit dem Füllung mit Adapter beschäftigen sollte.

Mein Fehler. Ich habe den Adapter  ohne das mitgelieferte Bajonett aufgeschraubt. So liess sich die Flasche natürlich nicht füllen und ich habe locker mal 1/2 Liter LPG in die Luft geblasen, weil der Frankreich Adapter ohne das Bajonett nicht 100 % dicht ist. Aber Fehler sind da um aus ihnen zu lernen.

Nachdem ich das Bajonett richtig aufgeschraubt habe und den Frankreich Adapter auch richtig aufgeschraubt habe ist alles dicht und der Tankvorgang kann beginnen.

Die automatische Abschaltung der SafeFill Gasflasche funktioniert und die Zapfsäule schaltet bei einer Befüllung von 80 % ab. 

Jetzt wieder den HD Schlauch mit Bruchschutz montieren, 

Die Truma CS wieder auf die SafeFill Flasche umstellen , Sicherungsknopf des HD Schlauch drücken und schon läuft die komplette Gas Versorgung des Wohnmobil wieder mit LPG.

 

Fazit: Wenn man es richtig macht, ist es eigentlich ganz locker.

SafeFill LPG-Tankflasche

24,5 Liter / 10 Kg Zylinder 

 
Kurzer Überblick:

  • Sie ist leicht – max. 10 Kg Füllmenge – 5 Kg Leergewicht
  • Höchste Sicherheit – Glasfaser-Kunststoffgehäuse mit Epoxidharz
  • Einfach zu befüllen – Eingebauter Überdruckschutz für max. 80 %
  • Kein Rost, keine Dellen und einfach zu reinigen
  • Lichtdurchlässig – Jederzeit einfach den Füllstand ablesen
  • TüV-Zertifiziert

 

http://www.safefill.de

Grauwasser Entsorgung

Ein leidiges Thema das mich immer wieder ärgert, ist die Art wie manche entsorgen. Klar, kann es vorkommen, das man bei der letzten Entsorgung den Absperrhahn nicht richtig zugedreht hat und es das Grauwasser jetzt aus dem Abwassertank tropft. Mit einem Handgriff ist das Problem gelöst. Aber es muss nicht sein, das man sich auf einen Stellplatz oder noch extremer, auf einen Campingplatz stellt und das Grauwasser direkt in die Umwelt laufen lässt.

Verhalten von Wohnmobilisten

Auch auf die Gefahr hin, mich sehr unbeliebt zu machen, möchte ich mal was los werden.

Ich (Wir) fahren ja erst seid 2016 mit dem Wohnmobil. Aber wir campen schon seit über 35 Jahren. Somit kennen wir beide Seiten des „Zigeunerleben“.
Wohnmobil contra Reisemobil. Für mich ist unser Wohnmobil sowohl ein Reise- als auch ein Wohnmobil. Ich wohne auf der Reise darin. Einen Campingplatz fahre ich nur an, wenn’s nicht anders geht. Wenn wir nur noch auf Campingplätze müßten, würde ich mein Mobil verkaufen. Die Atmosphäre der 80-90% Dauercamper und die parzellierten Plätze sind eben nicht mein Ding. Meist kriegt man ja auch einen „besonders schönen“ Platz, wenn man nur 2-3 Tage bleiben will . Die schönen freien Plätze werden frei gehalten für Leute die länger bleiben wollen. Trotzdem möchte ich mit dem Wohnmobil nicht nur fahren und übernachten (ist das etwa reisen?) sondern auch mal 1-2-3 Tage stehen und faulenzen oder eine Stadt kennen lernen (Berlin kennen lernen mit einer Übernachtung????). Dann möchte ich auch mal meine Stühle benutzen können oder grillen können. Grillen natürlich nur dort wo’s Anlieger nicht stören kann (ist wie zu Hause mit den Nachbarn). Ab und zu gibt es Stellplätze wo das geht. Niemand regt sich z.B. in Düsseldorf auf, wenn auf dem Stellplatz der Messe Tisch und Stühle benutzt werden. In Südfrankreich habe ich mal einen Platz gesehen, da war für jedes Fahrzeug eine geteerte Bucht, daneben 3-4 Meter Rasen und dann die nächste Bucht. Natürlich hat jeder den Rasen als Vorgarten benutzt, warum auch nicht. Auch auf anderen Plätzen kann man Rasenflächen neben oder hinter dem Fahrzeug nutzen. Ich will nicht wie auf einem Parkplatz eng an eng stehen, so dass ich Angst um meine Fenster haben muss, wenn der Nachbar die Tür aufmacht (da ist der Name Stellplatz wirklich wörtlich genommen worden). Ich erwarte von einem Platz mehr als nur mein Wohnmobilmobil abstellen zu können. Einen guten Wohnmobilmobil-Platz vergleiche ich gern mit einem Yachthafen, dort ist Ver/Entsorgung gegeben, es gibt Duschen und kein Mensch regt sich auf, wenn man auf Deck Kaffee trinkt (ich denke, das ist die Yachtvariante der rausgestellten Stühle). Und bleiben darf man natürlich auch solange man will. Die Yachties haben noch eine positive Eigenschaft: Wenn’s voll wird rücken die zusammen und machen Seite an Seite fest. Bei uns blockiert man 2-3 Stellplätze mit einem Mobil. Von Solidarität ist im Stand trotz aller Winkerei beim Fahren nichts mehr übrig.
Hat sich jemand von euch mal gefragt, warum die Leute das machen? Mir ist die Aussage sind alles „Idioten“ oder sind „Mietfahrzeugfahrer, die sich nicht auskennnen“ zu einfach. Ich meine sie machen es, weil die sogenannten Stellplätze nicht bedarfsgerecht sind. Ihren Bedarf zeigen die Leute durch ihr Verhalten. Wenn immer mehr sich so Verhalten, wird offensichtlich der Bedarf an andersartigen Stellplätzen immer größer. Was schade ist, ist der Egoismus der dabei aufkommt (Hauptsache ich stehe gut), man rückt eben nicht zusammen, wenns voll wird. Aus diesem Grund meide ich inzwischen auch Stellplätze.
Absolut indiskutabel sind natürlich „Molenpinkler“ oder Leute die „frei“ entsorgen. Abgesehen von den Umweltaspekten sind das die Leute, die Schließungen von Plätzen verursachen. Mein Verhalten dann: Nicht reden sondern handeln: Fotoapparat raus und deutlich sichtbar Fotos machen. Die Leute hören sofort auf und fragen was das soll. Antwort „Beweissicherung“. Wenn dann noch eine dumme Bemerkung kommt, gehe ich wirklich zur Polizei. Meiner Meinung nach ist hier viel mehr Zivilcourage von jedem von uns gefordert, statt nur zu lametieren. Ich denke „ich kümmere mich dabei um meinen Kram“. Ich versuche zu verhindern, dass andere Gründe für mehr Reglemtierung der Wohnmobil-Nutzung oder der Schließung von .Wohnmobilplätzen liefern. Leider erfährt man nicht, was draus wird.