Uwe Weisenseel/ Februar 1, 2018/ Portugal 2018/ 0Kommentare

Nachdem ich hier auf dem Wohnmobil Stellplatz Peniche so gut stehe und mir die Gegend wirklich gefällt, habe ich mich entschieden noch ein paar Tage hier zu bleiben. Vorerst habe ich meinen Platz bis 3.2. reserviert.

Kleinkunst

Die vergangene Nacht war ziemlich windig aber ansonsten angenehm ruhig. Durch die Böen wurde ich immer wieder in den Schlaf geschaukelt. Am Morgen bin ich dann mit dem Rad los. Peniche liegt  ca. 60 Kilometer unterhalb Nazaré auf einer Landzunge. Der Wind bläst heftig an der Küste. Beim Radfahren wird man hin und her gedrückt. Der Sand fühlt sich auf der Haut an wie ein Peeling. Der südliche Zipfel der Landzunge führt direkt in ein modernes Neubaugebiet mit einigen Hochhäusern. Im nördlichen Teil liegt die Altstadt mit dem neuen und alten Hafen.

Die Altstadt mit ihren engen Gassen hat mich an Marco Polo erinnert. Die Wäscheleinen hängen von einem zum anderen Haus. Frauen liegen an den Fenstern und halten mit der Nachbarin gegenüber einen Plausch. Herrlich friedlich sieht es hier aus. Irgendwann bin ich dann etwas hinter der Altstadt auf eine Straße gestoßen, die scheinbar mal die Einkaufsstraße war. Einige Läden sind noch offen, aber die Ecke hat wohl ihrer beste Zeit hinter sich. Aber es ist immer noch ein reges Treiben. Und dann sehe ich die Markthalle in der die Fischer und Bauern aus der Gegend ihre Waren verkaufen. Da ich mit dem Rad unterwegs bin und kein Schloss dabei habe, entschließe ich mich, diesen Ort noch einmal ohne Rad zu besuchen. Ich muss eh noch einmal hier her, weil meine NOS Internetkarte nur noch bis Samstag gültig ist.

Die Festung von Peniche aus dem 17. Jahrhundert diente lange als Schutz gegen Angriffe vom Meer. Während der Diktatur des „Estado Novo“ (1933-1974) diente die Festung von Peniche als Gefängnis. Heute ist hier  laut Reiseführer ein sehenswertes Museum, das aber derzeit geschlossen ist.

 

 

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