Start: 10/20/2017

Geplante Route

 

 

 

 

 

 

Stellplatz Varennes en Argonnes:

3 Ruelle de la Promenade
55270 Varennes-en-Argonne
Frankreich

Nach einer ruhigen Fahrt sind wir am ersten Übernachtungsplatz in Varennes en Argonnes angekommen. Den Platz könnte man locker mit 4 bis 5 Wohnmobilen belegen. Er ist eben und man steht auf einer geteerten Fläche direkt am Museum de Argonnes. Hier wurde König Louis der XVI bei der französischen Revolution verhaftet. Wusste ich auch nicht, bis ich eines der Schilder gelesen habe.

Sonnenaufgang

Der Ort war mir nur von einem Buch bekannt, das ich mal gelesen habe. Aber Buch und Realität sind sehr unterschiedlich.

21/10/2017

Unsere heutige Route

 

 

Nach dem Frühstück und der Hunderunde starten wir gegen 10 Uhr in Richtung Paris. Den Rest der Reise wollen wir nur noch die Route National nutzen. So schaukeln wir über die N104 und N4 in Richtung Chaos. Der Verkehr nimmt jeden Kilometer zu. Und dann sind wir auch schon auf dem inneren Ring der um Paris führt. Ok, mit Ruhe und Gelassenheit ist auch das zu meistern.

Beim Spaziergang durch Nonancourt

 

 

 

 

 

 

 

Stellplatz Nonancourt: Sentier des Vignes aux Moutiers, 27320 Nonancourt, Frankreich

Wir fahren bis zum Stellplatz nach Nonancourt, wo wir einen gemütlichen Platz mit kostenloser Ver-und Entsorgung finden.

22/10/2017

Nach einer ruhigen Nacht, werden wie morgens um 7:30 Uhr durch das schrille pfeifen einer Autoalarmanlage geweckt. Beppo platzen fast die Ohren und er jault jämmerlich mit. An ein Weiterschlafen ist Fall nicht mehr zu denken. So starten wir gegen 9:30 Uhr, nachdem wir entsorgt und den Wassertank aufgefüllt haben, in Richtung Fougères, wo wir die Burganlage besichtigen wollen.

Unsere heutige Route

Die Fahrt führt uns 199 km über die Nationalstrasse. Der erste Stellplatz den wir in Fougères anfahren ist ein geteerter Parkplatz mit dem Charme eines Hinterhofes. Also, direkt nach einem schnellen Lunch, weiter zum nächsten Stellplatz, der nur 800 Meter entfernt in der Unterstadt liegt. Der Platz ist genial. Direkt am Fuß der Burg steht man auf einem ebenen Platz mit Blick auf die Wehrtürme.

Stellplatz Fougères : 66 Boulevard Jacques Faucheux, 35133 Fougères, Frankreich

Infos zu Fougères und der Burg

23/10/2017

9:15 Uhr Abfahrt in Fougères über die Nationalstrasse und kleine Orte in das 70 Kilometer entfernte Cancale. Der Ort ist durch seine Austernzuchtanlagen bekannt. Auf dem Stellplatz angekommen, wird erst einmal Frischwasser gebunkert. Der Tank ist wirklich fast leer und dann wird man hier richtig zur Kasse gebeten. Laut Aushang soll man 100 Liter Wasser für 3,40 Euro bekommen. Dass heißt das unser Tank mindestens 3/4 voll sein sollte. Wir zahlen 6,80 Euro um den Tank zu füllen (120 l).

Der Stellplatz ist nicht so stark frequentiert und wir können uns auf einem teilweise geschotterten Platz stellen. 10€/24Std.. Ein Spaziergang durch das kleine Dorf Cancale rechnet sich auf jeden Fall. Malerische Häuser stehen entlang der Hafenstrasse. Und es gibt natürlich viele Restaurants die Meeresfrüchte anbieten. Ich kann es nicht lassen und versuche eine Portion frisch geernteter Austern. Wenn man schon hier ist, sollte man auch die örtlichen Spezialitäten testen. OK, ich habe gemerkt, das es nix für mich ist. Die Teile sind ekelhaft glibbrig und total salzig.

Nach dem Austern Vergnügen fahren wir in Richtung Cap Frehel, da dort laut unseres Reiseführers tolle Stellplätze sein sollten. Aber das ist wirklich nicht so. Wir fahren alle Plätze in der unmittelbaren Nähe das Cap an und nehmen uns vor, hier noch einmal hinzufahren um etwas an der Küste spazieren zu gehen. Zum Übernachten fahren wir ca. 3 Kilometer ins Landesinnere. In Plèveront haben wir beim Vorbeifahren einen ziemlich leeren Stellplatz gesehen. Der Platz ist sehr sauber, geschottert, eben und man kann entsorgen. Die Versorgung geht über Wertmarken. Nur, wo bekommt man die Marken her???? Der Platz ist super ruhig, so dass wir morgens bis 8:30 Uhr schlafen.

24/10/2017

Nach dem Frühstück starten wir zum Fort Latte. An dieser Festung aus dem 13. Jahrhundert sind einige Parkplätze extra für Wohnmobile. Da das Fort erst ab 13 Uhr für Besucher geöffnet ist, wandern wir in Richtung Cap Frehel. Über einen Trampelpfad wandert man zwischen Meer und Heidelandschaft über einen wirklich matschigen Weg zu dem ca. 6 Kilometer entfernten Cap Frehel.

Nach etwa 3/4 des Weges treten wir den Rückweg an, um heute noch das Fort zu besuchen. Das Fort ist wirklich sehenswert. Der Eintritt von 5.70 Euro rechnet sich. Wir turnen über eine Stunde in und um die gut erhaltene Anlage. Alles ist in französischer und englischer Sprache erklärt.

Von hier aus fahren wir nach Binic, wo wir auf einem großen Platz im Wald mit einigen anderen Wohnmobilen übernachten.

 

 

 

 

 

 

 

25/10/2017

Nach dem Frühstück verlassen wir Binic und fahren über Land in Richtung Paimol wo wir die Überreste der Abbaye de Beauport besichtigen wollen. Abbaye de Beauport in der Commune de Paimpol.

Diese Abtei, die 1202 gegründet und während der französischen Revolution zerstört wurde, nutzte man später noch als Pulverfabrik. Teile des Kreuzganges und der Kirche sind noch erhalten. Ein, trotz des desolaten Zustandes, immer noch erstaunliches Bauwerk. Mit etwas Vorstellungskraft kann man sich noch die sakralen Gesänge der Mönche vorstellen und fühlt sich in die längst vergangene Zeit zurückversetzt. Wir fahren nach einem Mini Lunch weiter, um noch Wasser zu bunkern.

Unser heutiges Ziel, den Stellplatz Ploubazlanec erreichen wir gegen 13 Uhr. Der Platz kostet 7 Euro /24Std .Wir stehen auf dem gemischten Parkplatz mit Areal für Wohnmobile mit Blick auf den Ärmelkanal.

26/10/2017

Die Nacht war sehr ruhig, aber unsere Hündin absolut unruhig. Wir starten gegen 10 Uhr in Richtung Le Gouffre, wo ein Haus zwischen den Felsen steht. Das Wetter ist absolut genial. Blauer Himmel und 19 Grad. Die Sonne scheint. Wir halten unterwegs an einem Supermarkt und füllen unseren Kühlschrank auf. Die Wegbescheibung in unserem Reiseführer ist wirklich gut. So finden wir den Parkplatz in La Gouffre, der für Wohnmobile freigegeben ist direkt.

Das Haus liegt wirklich zwischen zwei Felsen . Die Gegend ist traumhaft schön und der Atlantik zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Wir übernachten auf dem Stellplatz in Plestin-les-Gréves. Der Stellplatz ist eigentlich ein gemischter Parkplatz, hat aber 4 Stromsäulen. Wir stehen allein auf dem Platz. Neben uns ist die Gendamarie und der Maison de Tourismus. So fühlt man sich sicher auf dem gut ausgeleuchtet Platz.

27/10/2017

Die Nacht war herrlich ruhig. Auch Peanut hat durchgeschlafen. Da hier oben im Norden die Sonne erst gegen 8:30 Uhr am Himmel erscheint, schläft man ohne Wecker einfach länger. Während des Frühstücks arbeiten wir den Tourplan für heute aus. Erster Stop ist St Jean du Doigt. Der Ort ist so klein, dass man die Kirche mit dem Triumphtor gar nicht verfehlen kann. Die Kirche entspricht einer typisch bretonischen Pfarrkirche. Es gibt die Mauer rund um das Kirchengelände, das Triumphtor, das Beinhaus und den Friedhof. Hier gibt es als Zugabe noch einen Brunnen und ein zweites Beinhaus. WARUM??? Keine Ahnung.

Von hier aus geht es weiter nach St- Pol-de-Léon. Wir parken vor den Toren der Stadt und gehen zu Fuß in den Ort. Im Ort besichtigen wir die Chapelle du Kreisker. Diese Kapelle sieht eher aus wie eine Kathedrale. Wobei ich mir im Nachhinein sicher bin, dass es eine Kathedrale ist. Hier finde ich einige Grabstätten von Bischöfen aus dem 13 bis 17 Jahrhundert.

Beim rausgehen, treffe ich auf einen alten Mann, der mir in gutem deutsch erzählt, dass er sich nicht als Franzose fühlt, sondern eher als Kelte. Dann beginnt er von deutschen Kriegshelden, Rommel und anderen Nazigrößen zu schwärmen. Mir dreht sich fast der Magen und ich stoppe den Redefluss des alten Herrn und sage ihm, dass es für mich keine Helden sind, sondern Verbrecher. Das möchte er scheinbar nicht hören und erzählt mir, dass die Bretagne nur so reich ist, da hier nur Juden wohnen. Jetzt bin ich ziemlich sprachlos und wünsche ihm noch einen guten Tag. Das erste mal, dass ich so etwas erlebt habe.

Die Fenster erzählen biblische Geschichten.

Weiter geht die Fahrt nach Ménéham. Dort finden wir riesige Granitfelsen, die am Strand liegen. Manche sehen aus wie versteinerte Gesichter. Ein wirklich skurriler Anblick.

Zum Übernachten fahren wir den Stellplatz in Portsall N 48°33’58.2″ W 4°41’55.8″ an.

Unsere heutige Route

 

28/10/2017

Nach einer ruhigen Nacht starten wir zum nächsten POI. Aber wir schaffen wirklich gerade mal 2 Kilometer und schon stehen wir schon wieder. Wir sehen einen Strand und wollen nur noch schnell die Hunde laufen lassen und stoßen auf eine vorgelagerte Insel, die nur bei Ebbe erreichbar ist. Auf der Insel sind drei Hügelgräber die begehbar sein sollen. Bisher hatten wir immer nur bei Ebbe am Meer gestanden und ich habe mich beschwert. Jetzt haben wir Flut und ich jammere noch mal, weil wir halt nur bei Ebbe die Gräber besuchen können.

Wir fahren weiter nach Locronan. Dort wollen wir eigentlich nur eine kurze Pause machen um zu Essen. Aber erstens kommt es anders und zweitens, wie man denkt. Der Stellplatz ist so genial, das wir uns entscheiden hier zu bleiben. Dieser kleine Ort hat einen mittelalterlichen Charme und wir spazieren durch die Gassen. Und siehe da, es gibt viel zu sehen . Unter anderem ist dort auch eine interessante Kirche. Dort liegt ein gallische Priester in seinem Grab. Der Ort ist nach dem heilige Ronan benannt, der von Irland in die Bretagne kam.

Und dann gibt es auch noch das Schokoladen Paradies zu entdecken.

 

Unsere heutige Route

29/10/2017

In der Nacht hat es etwas geregnet und die Zeit wurde umgestellt. Also die besten Voraussetzungen um den Tag zu verschlafen. Wir werden gegen 9 Uhr wach und frühstücken. Wie immer, erst mal wieder entsorgen und Wasser bunkern bevor es wieder los geht. In der Nacht ging die LPG Flasche leer. Die hat jetzt locker 12 Tage zum Heizen, Kochen und Duschen gehalten. Wir steuern unser erste Ziel, den Pointe du Raz an. Der Platz ( ein gepflegter Stellplatz) kostet für Zeiten > 30 Minuten 6.50 Euro. Der Preis ist wirklich übertrieben und wir fahren nach 25 Minuten weiter, für lau.

Von dort aus geht es zum 4 Kilometer entfernten Pointe du Van . Hier finden wir für uns den schönsten Platz der Bretagne. Die rauhe wilde Küste mit Wind, Felsen und Wellen ist traumhaft schön.

Hier muss man einfach etwas verweilen, auch wenn der Wind schon ziemlich heftig bläst. Allerdings möchte ich heute auch noch die LPG Flasche füllen. Das ist dann die Premiere zum Füllen außerhalb Deutschlands. Für 14,95 Euro bekomme ich 20 Liter LPG Gas. Wir fahren unseren Stellplatz in Concarneau an. Es sind nur noch einige Plätze auf dem geteerten schief angelegten Plätze frei. Ohne Keile wäre hier kein stehen möglich. Und dann gibt es ein richtig gutes Essen.

So lässt es sich im Wohnmobil leben.

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30/10/2017

Nach dem Frühstück verlassen wir den Stellplatz. Wir merken, dass wir besser noch einen halben Tag dort geblieben wären. Die Aussicht vom Stellplatz ist bei Tageslicht wirklich fantastisch.

Wir fahren über verschlafene Dörfer nach Kernascléden. Die Kirche dort ist ein wahrer Schatz. Wenn man die Kirche betritt, ist man direkt in einer anderen Welt. Der reich geschmückte gotische Bau wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Die Fresken im Chorgewölbe sind absolut sehenswert. Besonders die Darstellung der Hölle in einer der Seitenkapellen. Diese Darstellung soll an die Pest im 14. Jahrhundert erinnern. Die Wandflächen sind mit kleinen Teufeln bemalt. Leider sind die Fresken aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit doch schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Man kann nur hoffen, dass in nächster Zeit mit Restaurierungen begonnen wird.

        

Von hier aus fahren wir nach Belz, wo wir einen Picknick Platz anfahren, der in unserem Reiseführer gelobt wird. Für uns leider eine Enttäuschung und es geht weiter zu den Steinreihen von Kerzerho. Auf dem Parkplatz wird man allerdings schon gewarnt, dass Autoknacker hier ihr Unwesen treiben. Also nur ein asiatischer Fotostop.

So geht es dann weiter zu unserem geplanten Übernachtungsplatz nach Carnac. Der entpuppt sich aber für mich als Flop und wir starten nach einem kurzen Einkauf bei LIDL zu dem Ausweichplatz nach Vannes. Der Platz liegt etwas abseits des Trubels und ist mit 15 Euro inkl. Ver.- und Entsorgung ziemlich teuer, aber für heute beißen wir mal in den sauren Apfel.

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31/10/2017

In der Nacht werde ich um 3 Uhr wach uns bekomme einen Hustenanfall. Die Nacht ist gelaufen. Plötzlich Schüttelfrost und Fieber. Es bleibt nichts anderes übrig. Wir fahren eine Apotheke in Vannes an und decken uns mit Medikamenten ein. Für heute ist ein Besuch des Chateau Susicinio in der Nähe von Sarzeau geplant. Das Schloss war im 13. Jahrhundert die Sommerresidenz einiger bretonischen Herzöge.Wir fahren das Schloss an, doch für eine Besichtigung fehlt mir heute echt die Kraft. So fahren wir nach Rochefort en Terre wo wir den Tag ausklingen lassen wollen. Der Ort ist bekannt durch seine kunstvoll gestaltete Schilder.

Der alte Brunnen in der Ortsmitte sieht auch sehr interessant aus. In Frankreich zählt Rochefort zu einem der schönsten Orte und hat im Volksmund den Beinamen „Stadt der Geranien“.

 

Unsere heutige Route

01/11/2017

Unsere heutige Route

Nach dem Frühstück starten wir noch einen Rundgang durch Rochefort. Dieses Dorf ist wirklich sehenswert. Wir finden sogar ein Haus aus dem Jahr 1478. Wenn die kleinen Läden nicht wären und die Autos die manchmal durch die Gassen fahren würden, kann man mit etwas Fantasie die Ochsen und Fuhrwerke sehen.

Und dann ist da noch dieser faszinierende Brunnen.

Unser nächstes Ziel ist nur ein paar Minuten entfernt. Die kleine Stadt Malestroit. Hier hat die Firma Yves Roches ihren Firmensitz. Aber wie so oft, den haben wir den nicht gefunden. Dafür aber mal wieder einer schöne Altstadt und ein gutes Restaurant.

Wir Essen im Restaurant La Griotte und merken bald, dass wir doch besser etwas mehr französisch lernen sollten 😀

Anja redet in bestem Englisch und ich sehe auf der Speisekart Lapin (Hase). Die Servicekraft berät uns und sie bestätigt, dass die Bestellung von Anja eine Gute Wahl ist und es sich um ein traditionelles Essen aus dem Elsass handelt. Zur Vorspeise dürfen wir uns an der Salatbar bedienen. . Als das Essen dann kommt, bemerke ich warum das Essen bei den Franzosen immer so lange dauert. Mein Hase, ist wohl vor einer Stunde noch mümmelnd durch den Garten gesprungen. Das erste was ich unter der feinen weissen Pfeffersauce entdecke sind die Hoden des Hasen und ein Teil der Wirbelsäule. Anja lacht und fragt warum ich gerade die Gesichtsfarbe gewechselt habe. Beim ersten Stück Hasenfleisch habe ich dann mal ein Teil des Rippenbogens zwischen den Zähnen. OK, das Teil wurde scheinbar einfach ausgenommen und in den Ofen gelegt. Nach dem Essen bin ich dann schon fasst ein Spezialist in der Anatomie von Kleintieren und überlege zum Vegetarier zu werden.

Das traditionelle Elsässer Gericht das Anja bestellt hat, entpuppt sich als herzhaft deftige, fettige Schlachtplatte mit viel Sauerkraut, das Anja fast den Magen durchhaut.

Fazit: Esse nur das was du kennst.

Wir fahren weiter nach Vitré. Dort soll ein schöner Stellplatz in der nähe des Chatau de Vitré sein soll.

Leider ist der aber nicht nur in der Nähe des Chatau. Noch näher ist der Bahnhof (25 m). Trotzdem bleiben wir auf dem Stellplatz stehen. Für eine Besichtigung der Stadt Vitré ist der Platz wirklich gut. Aber zum Übernachten werden wir hier definitiv nicht bleiben.

So entschliessen wir uns von Vitré zu dem 25 Kilometer entfernten Stellplatz nach Fougères zu fahren, auf dem wir bereits bei der Anreise zur Bretagne geschlafen haben. Leider ist es schon 19 Uhr bis wir den Stellplatz erreichen und der Platz ist voll. Aber es gibt ja noch einen Ausweichplatz der nur 1 Kilometer entfernt ist. So steuern wir diesen an. Auch hier sind schon 10 Wohnmobile und eine Gruppe Travelers steht in einer Wagenburg auf dem Nachbarplatz. Trotzdem bleiben wir hier und Anja liegt schon zeitig im Bett. Die Erkältung hat sie jetzt scheinbar auch erwischt.

 

 

 

 

02/11/2017

Was ist der Unterschied zwischen einem Wohnmobilstellplatz und einem gemischten Parkplatz der von Wohnmobilisten zum Übernachten freigegeben ist?

Wohnmobilplätze werden in der Regel nicht nachts um 1 Uhr von einem jungen Autofahrer besucht der hupend seine Runden über den Parkplatz zieht.

An Schlaf ist also die nächste Zeit nicht zu denken solang das Adrenalin durch die Adern gepumpt wird. Ich liege bis kurz vor 4 Uhr wach im Bett und komme einfach nicht mehr an.

Irgendwann sind dann doch die Augen zugefallen. Aber dann ist scheinbar im Fuhrpark der Stadtwerke Fougères bei einer Kehrmaschine die Tollwut ausgebrochen und der Fahrer kann die wildgeworden Kehrmaschine, die gefühlt eine halbe Stunde um unser Wohnmobil rumspringt, kaum bändigen.

Also 5:10 Uhr und die Nacht ist gelaufen. Die Stimmung ist auf einem Tiefpunkt. Ich dusche und mache mich auf den Weg zum Bäcker um frisches Baguette zu holen. Aber es kommt dann auch schon der nächste Tiefschlag. Die Bäckerei hat zwei Wochen Betriebsferien. Fehlt nur noch ein Bild eines blöd grinsendes Smily hinter der Ladentür das mich anschaut.

7:00 Uhr, Abfahrt Richtung Heimat.

Da wir beide ziemlich angeschlagen sind und unsere Ziele in der Bretagne abgehakt haben, entscheiden wir Richtung Heimat aufzubrechen.

Es läuft, der Verkehr ist fließend und wir beschliessen bis nach Hause zu fahren.

Ankunft Zuhause 20:00 Uhr.

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