Zusammenfassung der letzten Tage (Santander-Lekeito-San Sebastian)

Nach dem Aufenthalt in Cobreces bin ich dann weiter nach Santander. Mal wieder eine große Stadt. Der erste Stellplatz den ich angefahren habe, liegt an der Universität und wird auch noch von einigen anderen Wohnmobilisten genutzt. Der Regen fällt immer noch. Trotzdem rappel ich mich auf und schaue mal wo ich was zu Essen bekomme. Dank Google Maps finde ich eine türkisches Restaurant das in der Nähe sein soll. Laut Maps soll ich nach Westen gehen und dann müsste ich das Restaurant nach 800 Meter erreichen. Es geht ziemlich steil bergauf und dann sehe ich plötzlich drei Rollsteigen welche  die Passanten bergauf fahren. Sehr gut für die Menschen mit Gehbehinderungen. Und für mich 😀

Oben angekommen stehe ich zwischen hohen Wohnblocks. Die Wäsche der Bewohner hängt zwischen und an den Hauswänden zum trocknen. Sieht sehr idyllisch aus. Das Restaurant ist eine kleine Dönerbude  und es schmeckt.

Nach dem Döner schlendere ich noch durch das Viertel. Cafés und Kneipen wechseln sich ab. Frauen mit Bierflaschen und Zigaretten in der Hand stehen vor den Kneipen. Also genau so wie ich es mag. Schnell weg.

Ich suche dann einen anderen Stellplatz in Santander und finde einen im Hafen. Der soll 6 Euro kosten. OK, dann fahre ich mal dort hin. Aber der Hafenplatz ist wirklich heftig. Ein hoher Maschendrahtzaun rundum und außer ein paar klappernden Segelbooten ist da nix. Und dann macht mein Handy einen Ton. Christina R. Eine Freundin aus Anjas Schultagen hat ein Foto bei Instagram von mir gelikt. Und, ja, Christina hat jahrelang in Santander gelebt. Sie gibt mir dann den Tip in einen Stadtteil von Santander zu fahren, der wirklich toll wäre und man dort schön spazieren gehen könnte. Also Motor wieder an, Koordinaten eingegeben (Sind die selben wie beim ersten Stellplatz) und ab wieder dorthin. 

Da es mittlerweile anhaltend regnet, entschließe ich mich heute nicht mehr in die Stadt zu gehen.

Auch in der Nacht gibt es keine Regenpause. Aber dafür ist der Morgen dann wieder angenehm und ich spaziere durch einen Park zum Meer. Der Tip von Christina ist wirklich gut. Am Meer ist eine schöne Strandpromenade auf der man schön spazieren gehen kann um Wind und Wellen zu geniessen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang geht es nun weiter nach Lekeito N43.358480 W2.506240

Den Stellplatz kenne ich noch von meiner letzten Tour. Er ist in einen Hang gebaut und leider nicht ohne Auffahrkeile zu nutzen. Entsorgung und Wasserversorgung sind sauber und gepflegt.

Die komplette Strecke fahre ich wieder über Nationalstraßen die am Meer entlang verlaufen. Es regnet weiter. Die Strecke von ca. 150 Kilometer zieht sich. Landschaftlich schön zu fahren. In Bilbao bin ich froh. dass mein Navi mich super mitten durch die Stadt bringt. Nach Bilbao beginnt dann eine Stecke, die mal wieder an Süd Tirol erinnert. Nach einer Fahrzeit von 5 Stunden sind dann die 150 Kilometer geschafft.

Am Stellplatz lerne ich Rainer kennen. Er ist aus dem Sauerland, auch alleine unterwegs und hat die selbe Tour vor sich, wie ich sie gerade hinter mir habe. Es kommt schon wieder etwas Wehmut auf und der Gedanke, gerade wieder zu drehen und die Tour noch mal zu machen.

Abends spazieren wir noch einmal gemeinsam durch Lekeito und machen noch ein paar Fotos am Hafen.

Die Nacht regnet es mal wieder durch. Aber daran hat sich der Kopf scheinbar so gewöhnt, dass es mir nichts ausmacht und ich bis kurz vor acht schlafe.

Spät am Vormittag verabschiede ich mich von Rainer. Sein Weg geht Richtung Süden und meiner Richtung Norden. Mein heutiges Reiseziel ist San Sebastian. Der Stellplatz den ich heute anfahren werde ist an der Donostia Arena, eine Stierkampfarena N43.297420 W1.969580.

Da heute Dienstag ist und kein Stierkampf angesagt ist, finde ich auch problemlos einen Platz. Im Regen fahre ich auf die Auffahrkeile die hier dringend benötigt werden und mache es wie die meisten Wohnmobilisten der „weißen Flotte“:  Antenne raus und den Tag vorm Fernseher verbringen. Gut. dass noch die olympischen Winterspiele laufen. Da wird es nicht langweilig. Und zwischendurch auch noch mit der Heimat telefonieren, lesen und den Tag genießen.