Mittwoch Tag 6

Die Zahl der Infizierten ist im Saarland nun auf 466 gestiegen. Drei Infizierte haben Covid 19 im Saarland zum jetzigen Zeitpunkt nicht überlebt. Die Ausgangsbeschränkung ist weiter verschärft worden.

 

Auszug vom saarländischen Rundfunk

Die saarländische Landesregierung verschärft die Ausgangsbeschränkungen. Demnach wird die Zahl der Personen, die gemeinsam Sport und Bewegung an der frischen Luft treiben dürfen und nicht im selben Haushalt leben, von fünf auf zwei reduziert.

Die Passage hatte seit Sonntag für die größte Verwirrung gesorgt. Unter Punkt G der ansonsten strengen saarländischen Ausgangsbeschränkungen hieß es als Ausnahme: Sport und Bewegung an der frischen Luft sei für bis zu fünf Personen möglich. Ein Sonderfall, der zunächst wenig Beachtung fand.

Bis Sonntag. Da einigten sich Länder und Bundesregierung auf mehrere gemeinsame Eckpunkte zum Umgang mit Corona. Einer davon: Im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als zwei Menschen treffen. Also drei weniger als im Saarland mit der Sonderregelung für Sport und Bewegung.

Menschen im selben Haushalt ausgenommen

Genau diese Passage und die unterschiedlichen Vorgaben, wie viele Menschen sich denn nun treffen dürfen, verunsicherten viele Bürger. Auch Polizisten waren laut SR-Informationen immer wieder unsicher, welche Zahlen gelten. Darum reagierte die Landesregierung nun. Künftig dürfen sich nur noch maximal zwei Personen zu Sport und Bewegung an der frischen Luft treffen, sofern sie nicht im selben Haushalt leben, gab die Staatskanzlei bekannt. Es gilt also nun die gleiche Regelung wie in den anderen Bundesländern.

Die Landesregierung hat außerdem die touristische Nutzung von Hotels untersagt. Neue Ausnahmen gibt es allerdings für Raststätten und Restaurants an Autohöfen. Um den Fernverkehr aufrecht zu erhalten, sollen diese öffnen dürfen.

Leider halten sich immer noch nicht alle an die Ausgangsbeschränkung Ich wünsche mir, dass die Ordnungskräfte durchgreifen und so die, welche unser aller Gesundheit gefährden, hart bestrafen.

Mir fehlt die Bewegung ebenso.

Und dann möchte ich mir noch ein paar Gedanken von der Seele schreiben.

Ich spüre in der auferlegten Ausgangsbeschränkung, dass sich die Welt in den Corona Tagen massiv verändert. Ich hoffe, dass es nicht nur ein Gefühl in der Isolation ist, sondern ein Gefühl, dass auch draußen so von vielen wahrgenommen wird

1. Wir können wieder Danke sagen und meinen es auch so.

Erst fand ich die Dankes Bekundungen der Menschen, die abends um 19 Uhr auf ihren Balkonen standen und klatschten etwas befremdlich. Diese Menschen sagten so Danke an die, welche derzeit unter irrem Druck und unter der Gefahr für ihr eigenes Leben ihren Job machen. Pflegekräfte, Ärzte,Müllwerker, Kassier/innen Bus/LKW Fahrer.

2. Das WIR Gefühl wächst

Das beginnt bereits im ganz kleinen. Man fragt bei dem Nachbarn nach, wenn man einkaufen geht. Soll ich dir was mitbringen? Das wäre vielen früher nicht in den Sinn gekommen. Viele Jüngere helfen freiwillig den Älteren. Wobei viele Ältere überhaupt nicht mit der plötzlichen Situation der Unterstützung zurecht kommen. An so etwas muss man sich wohl auch erst gewöhnen. Und dann auch noch zu erkennen, dass man zu den Alten gehört, die geschützt werden müssen.

3. Es werden andere Dinge wichtiger wie Erfolg.

4. Wir können uns glücklich schreiben, dass wir in Deutschland mit der sozialen Absicherung leben und die Regierung uns unterstützt.

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