Step 19 Arenas der Rey

Wieder Erwarten war die Nacht sehr ruhig. Wenn da nicht ständig die Gedanken an Zuhause wären. Durch die Sturm Warnungen im deutschen TV bin ich doch ziemlich unruhig und schaue Nachts oft auf die Ring, um zu sehen was zu Hause los ist.

Die spanischen Familien, die hier als Dauercamper stehen, sind gestern Abend wohl alle abgereist. Der Platz liegt wieder in einem Dornröschen Schlaf.

Die Sanitäranlage ist nicht die beste aber die Duschen haben richtig heißes Wasser. Das habe ich dann auch mal ausgiebig geniessen können. Am Morgen hat sich ziemlicher Dunst über den Stausee gelegt. Es sieht wirklich super aus, wie er so langsam aufsteigt. Natürlich habe ich die Chance genutzt um einen Clip mit der Drohne zu machen.

Heute werden Ina TÜB und Sabine BAD noch zu uns stossen. Ina ist auch schon seit einigen Wochen zum Wandern in den Bergen von Spanien unterwegs. Sabine haben wir auch schon auf dem Campingplatz Los Escullos getroffen.

Und dann hatte ich gestern Abend noch eine Begegnung mit der dritten Art.

Als ich gestern hier im Ort angekommen bin, fuhr ich zuerst einen Park4Night Platz an, auf dem man freistehen konnte. Dort stand dann neben einem Kastenwagen ein älteres Wohnmobil. Und ich ärgerte mich schon, weil dieses Wohnmobil von den ca. 4 Plätzen gleich mal zwei Plätze belegt hatte. Der Fahrer hatte es egoistischer Weise quer über die Fläche stellen müssen. Seine Frau hat dann wie bei den Zigeunern eine Wäscheleine am Zaun des Nachbargrundstück gespannt, um dort die Wäsche zu trockenen. Es sah einfach aus wie bei der Familie Flodder. Auf jeden Fall bin ich dann mit Claudia auf den ca 500 Meter weiter entfernten Campingplatz gefahren, weil man dort, wie bereits erwähnt, für 9 Euro sehr günstig stehen kann ohne von der Polizei verjagt zu werden. Und genau diese Familie hat sich dann auf die Suche nach uns gemacht und uns gefunden. Dann ging es auch schon mit den Beschimpfungen der spanischen Polizei los, weil diese die Freisteher ab und an mal räumen. Im feinsten sächsischen Dialekt wurde dies als Schikane empfunden, man hätte sich ja schließlich ein Wohnmobil zum Freistehen gekauft, um diese Freiheit zu genießen. Die Spanier selbst wurden auch nicht verschont, da ja alles so dreckig ist. Schlussendlich war dann noch der Campingplatz dran, verwahrlost und teuer.  Ich war dann heilfroh, dass wir sie mit Ausreden, wie Essen kochen und Drohne laden, abwimmeln konnten. Mir läuft 12 Stunden nach dem Erlebnis noch ein kalter Schauer über den Rücken, unangenehme Begegnung.

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