Ostern 2018

Seit der Rückkehr aus Portugal, steht der Carado im Carport. OK, eine Fahrt zur Dichtprüfung und zum Fiat Händler wegen der 48.000 km Inspektion. Ich bin schon wieder ziemlich hibbelig und möchte einfach weg.

Über Ostern werden wir jetzt wohl nach Thüringen fahren um dort Familie zu besuchen. Aber bis dahin sind es noch 4 Wochen. Ich werde wohl noch eine kleine Tour machen. Sonst drehe ich hier noch durch.

Zur Vorbereitung der Reise habe ich bei Amazon den Wohnmobil Reiseführer Thüringen bestellt. Auf unseren letzten Reisen, hat sich dieser Reiseführer sehr bewährt. Viele Sehenswürdigkeiten und landschaftlich wertvolle Ecken hätten wir auf unseren letzten Reise ohne den Reiseführer bestimmt nicht gesehen.

Erste Fiat Inspektion

2 Jahre nach der Zulassung oder spätesten bei 48.000 Kilometer ist bei Fiat Ducato die erste Inspektion fällig.

Und bei unserem Ducato ist es jetzt so weit. Die 2 Jahre sind im April erreicht und der Tacho zeigt auch schon 44.366 Kilometer.

Der Termin beim Fiat Händler im Heimathafen ist schnell telefonisch vereinbart. Der Werkstattleiter mit dem ich den Termin vereinbare nennt mir einen Preis zwischen 550 Euro und 600 Euro. Ist ein heftiger Preis, aber um meine weiteren Garantieanspruch zu wahren, muss die Inspektion gemacht werden. Im Ducato- Forum findet man zu diesem Thema bzw. zu den Inspektionskosten die unterschiedlichsten Angaben. Da sind Preise von 200 bis fast 1000 Euro genannt. Ich weiss nicht wo diese regionalen Preisunterschiede herkommen. Aber es verwundert mich schon.

Am 07.03.2018 um 10:00 Uhr ist der Inspektionstermin. Nur gut, dass die Werksstatt im benachbarten Stadtteil ist. Den Outlander stell ich morgens schon vor die Werkstatt. So brauche ich nicht viel durch den Regen zu laufen.

Beim Abgeben des Autos zur Inspektion melde ich der freundlichen Damen auch gleich noch,
dass das Auto bei einem gewissen Druck auf das Bremspedal extrem laut quietscht und,
dass das Fahrzeug , je nach dem wie es steht bei Bewegungen im Innenraum knarrt. Deshalb hatte ich das Auto auch bereits kurz nach dem Kauf in der Werkstatt. Damals musste bei einem Blech, das über den Bremssätteln montiert ist, etwas zurückgebogen werden.

Die Inspektion sollte im Laufe des Vormittag erledigt sein.

Am Nachmittag konnte ich das Auto dann abholen ;).

Der Gesamtpreis betrug 660,00 Euro.

Neuer Termin:
Anfang April, das Auto knarrt immer noch.

 

3. Dichtheitsprüfung

Oh, welch ein Wahnsinn, wie doch die Zeit vergeht. Nach der Bestellung unseres T 337 hat sich die Zeit noch so gezogen, bis er endlich nach fast 200 Tagen Lieferzeit an uns übergeben wurde. Und seit dem rast die Zeit förmlich, wenn wir /ich mit dem Auto unterwegs sind/bin.

Und so ist es jetzt auch schon fast 2 Jahre her, dass er in unserem Besitz ist und die jährliche Dichtheitsprüfung fällig ist.

Von Portugal aus habe ich bei unserem Händler bereits vor einem Monat den Termin ausgemacht, um bei etwaigen erhöhten Feuchtigkeitswerten immer noch im Garantiezeitrahmen zu sein.

06.03.2018 9:30 Uhr rolle ich also beim Händler an. Der Mitarbeiterstand der Firma, hat sich bis auf ein paar alte bekannte Gesichter komplett geändert. OK, bei manchen kann ich verstehen, dass sich die Firma getrennt hat, bei anderen wiederum nicht.

Die Dichtprüfung ist in 5 Minuten durchgeführt und im Serviceheft wird der Stempel gemacht. Alles zu 100% dicht. Keine erhöhten Feuchtigkeitswerte.

Preis für einen Stempel und 5 Minuten Feuchtigkeitsmessung 60,00 Euro.

Da blutet mir immer wieder das Herz. Mir möchte es nicht in den Kopf gehen, dass man beim Kauf eines Neufahrzeug eine 5 Jahres Garantie auf die Dichtheit des Fahrzeug bekommt, aber jährlich zur Kontrolle muss, um die Dichtigkeit zu prüfen und dann noch mal bei jeder Prüfung 60,00 Euro zahlen muss. Ich denke, wenn ein Hersteller die Garantie vergibt und trotzdem eine Kontrolle haben möchte, sollte der Hersteller auch die Kontrollkosten übernehmen und nicht den Kunden zahlen lassen für eine Garantie, die dieser beim Kauf bekommen hat.

Umzug auf andere Plätze

Oh Oh, es kommt mal wieder Bewegung in diese Kategorie.

Während meiner Portugaltour hatte ich mehrere Anruf mit unbekannter Telefonnummer auf meinem Handy. Und wie man ja so durch die Medien gelehrt wird, geht man da nicht dran. Könnte ja ein Verbrecher sein, der mir dann das Geld (das ich nicht habe) aus der Tasche zieht.

Nur dieses mal war es die Landal Greenpark GmbH, die mich dringend wegen des Campertreffens 2018 erreichen wollte. Tja, selbst schuld, wenn man die Rufnummer unterdrückt, so dass alle Anrufer nur auf die kostenpflichtige Nummer anrufen können. Das ist halt ein Problem, wenn man den Hals nicht voll genug bekommt und seinen Kunden noch etwas mehr Geld bei Anrufen aus der Tasche ziehen will. OHJA, über so was kann ich mich wirklich ärgern

Auf jeden Fall haben sie mich jetzt in Deutschland per Mail erreicht und waren froh, dass ich geantwortet habe. Die freundliche Dame erklärte mir, dass in dem Buchungszeitraum, wo wir unsere Plätze reserviert haben, der Sanitärbereich der zu dem Platzbereich gehört, nicht nutzbar ist und fragte lieb nach, ob sie uns einen anderen Platzbereich anbieten könnte. Natürlich ohne Aufpreis und ohne Umbuchungsgebühr. Sie würde uns einen schönen Platzbereich aussuchen, bei dem wir, wie bei den gebuchten Plätzen, zusammen stehen könnten.

Im (hoffentlich) Sinne der Gruppe  stimmte ich der netten Frau zu. Sie wollte dann alle Teilnehmer per Mail kontaktieren und die neue Platznummer mit einem Lageplan der neuen Plätze informieren.

Leider ist die Nutzung eine Mailprogramme oder Buchungsprogramms für manche Menschen wohl etwas schwieriger als das Telefonieren. Auf jeden Fall wurde ein Teil der Gruppe über die Buchungsänderung per Mail mit neuer Nennung der Platznummer informiert, ein Teil der Mails wurden an mich gesendet. Für Fam. Kastel und uns kam keine Mai. Na, das konnte ich dann mit einem weiteren Anruf über die kostenpflichtige Hotline erledigen.

Hoffe ja, dass jetzt alles ordentlich bis zum Treffen läuft.

Zusammenfassung 24.02. – 26.02

Im Laufe des Vormittages starte ich nach der ersten Nacht in 2018 mit Minus Temperaturen vom Hafenstellplatz in Le Teich zum nächsten Etappenziel nach Mortagne sur Gironde. Dort möchte ich den Stellplatz anfahren der ebenfalls am Hafen des kleinen Dorfes liegt, anfahren.

Irgendwie habe ich heute das seltsame Gefühl, dass ich krampfhaft neue Ziele auf der Karte suche, die mich interessieren. Aber im Moment gibt es in diesem Landstrich nichts, dass mich auch nur im geringsten anspricht. Die Landschaft ist immer gleichbleibend. Lange gerade Strecken ohne sehenswertes. Verlassene Dörfer an den Nationalstraßen. La Rochelle wäre noch interessant, aber „nur“ um mir die Spuren der Nazis anzuschauen, nach diese Ecke zu fahren, ist mir irgendwie zuwider und ich beschließe nach fast 7 Wochen Reise durch Frankreich, Spanien und Portugal, den Heimweg anzutreten. Für den Carado habe ich am 6.3 einen Termin zur Dichtheitsprüfung (Aufbau) und am 7.3 habe ich einen Termin für die erste Fiat Inspektion. Der Entschluss steht, ich fahre Richtung Heimat. Navi programmieren und los geht es.

Vom Stellplatz Mortagne sur Gironde N45,476110 W0,793390 bis Nachhause sind es ca. 850 Kilometer. Das heißt doch mindesten 2 Tagesetappen. Die erste Etappe ist dann ein kleines Dorf in der nähe von Limoges. Dort kann ich auf einem Stellplatz für max. 3 Auto´s direkt am Marktplatz des Ortes, neben einem Intermaché kostenlos stehen. Die Koordinaten habe ich jetzt wirklich nicht mehr im Kopf. Das ist eigentlich ärgerlich, denn der Platz ist wirklich super. Ver.- und Entsorgung OK. Öffentliche Toilette ist auch vorhandene und man kann bequem einkaufen und Wäsche waschen/trocknen.

So verbringe ich auch den Abend. Waschen, trocknen und zusammenlegen. Neben mir steht ein junges Pärchen aus Hildesheim. Sie haben den Winter mit ihrem klapprigen Kastenwagen in Portugal verbracht und sind jetzt doch von der Kälte überrascht. Ja, das ist leider so, wenn man im minimalistiachen Stil reisen möchte und dann noch nicht einmal eine Heizung im Auto hat. Aber sie haben die Nacht überlebt, Am Tag darauf sind sie auf einer der Nationalstraßen an mir vorbei gefahren.

Die Nacht in Mortagne sur Gironde war bis auf eine kurze Störung durch einen Vollgas Idioten der durch die engen Gassen raste, sehr ruhig.

Morgens bin ich dann weiter zu meinem bereits bekannten Stellplatz nach Auxerre.

Bei der Ankunft war es kalt und der Wind wehte scharf, sodass ich mich entschloss den Abend im kleinen Haus zu verbringen. In der Nacht fiel die Temperatur auf -5 Grad. und der Wind ruckelte trotz Kuschelcamping (links 80 cm ein französisches Wohnmobil, rechts 80 cm ein italienisches Wohnmobil) ganz schon am Carado. Gut, dass die Truma super funktioniert. Dank der  Isolierhaube und der Truma war es dann doch angenehm warm beim Aufstehen. So konnte ich gut gelaunt bei strahlendem Sonnenschein und -3 Grad die letzte Etappe antreten.

Es waren noch knapp 400 Kilometer zu fahren. Allerdings bei gemütlicher Reisegeschwindigkeit über Nationalstraßen dann doch 6 Stunden Fahrzeit.

Bei St. Dizier legte ich noch eine Pause ein um mir ein warmes Essen zu gönnen. Die restliche Strecke begleitete mich Wind und einige Schneeflocken bis nach Hause.

 

Fazit der Reise:

Spanien kann schön sein. Aber gegenüber Portugal bekommt Spanien keinen Stich. Die Menschen in Portugal sind sehr freundlich, offen und zuvorkommend. Die Algarve ist traumhaft schön.  Portugal ist sehr sauber. Es gibt viele kostenlose Stellplätze, die sehr gepflegt sind. Im großen und ganzen, ein camperfreundliches Land in der Nebensaison.

Lebenshaltungskosten günstiger als Frankreich und Deutschland. Diesel 1,25€ ist etwas teurer als in Spanien 1,16€. Aber immer noch günstiger als in Frankreich 1,31€ – 1,45€.

631 Liter Diesel verbraucht

780 Euro Diesel gesamt

Durchschnittspreis Diesel 1,25€ (Frankreich, Spanien, Portugal)

7139 Kilometer gefahren

Durchschnittsverbrauch 11.31 Liter auf die gesamte Strecke

Verbrauch auf 100 Km – 8,84 Liter

Kosten pro 100 km gefahren – 11.05 €